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Das Einweg-Pfand ermöglicht eine nachhaltige Ressourcen-Nutzung

Einweg-Getränkeverpackungen wie PET-Flaschen oder Dosen sind bei den Verbrauchern gefragt: Wasser wird im Handel mittlerweile zu 70 Prozent in PET-Einweg-Flaschen mit Pfand verkauft. Dabei haben PET-Flaschen nach wie vor nicht den besten Ruf - und das, obwohl sich seit dem Zeitpunkt, als das Einweg-Pfand eingeführt wurde, viel verändert hat.

Die Basis liegt im deutschen Abfallrecht

Das deutsche Abfallrecht von 1972 gilt als Fundament für die heutigen Regelungen. Im Laufe der Jahre wurden die geltenden Abfallbeseitigungsgesetze stetig verändert. Lag der Fokus anfänglich noch auf der gefahrlosen Beseitigung von gesundheitsgefährdenden Abfällen, so wurden mit der Einführung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) in den 1990er-Jahren die Vermeidung und die Verwertung von Abfällen wichtiger.

Heute ist es das oberste Ziel der im Gesetz verankerten Maßnahmen und Vorgaben, die natürlichen Ressourcen sowie Mensch und Umwelt zu schonen. Abfälle sollen bestmöglich wiederverwendet werden - mit dem Ziel, dass Materialien am Ende ihres Lebenszyklus nicht mehr weggeworfen werden, sondern als neuer Rohstoff für neue Produkte fungieren. Diese Ansätze betreffen insbesondere die Verpackungsindustrie im Lebensmittelbereich.

Die Verpackungsverordnung gilt als Trendwende

Die Abfallhierarchie bei Getränkeverpackungen
Die Abfallhierarchie bei Getränkeverpackungen

Der allgemeine Konsens für eine größtmögliche Ressourceneffizienz zeigt sich auch anhand der in Deutschland geltenden Verpackungsordnung. Als bedeutende Trendwende zur effizienten Nutzung und Verwertung von im Lebensmittelbereich genutzten Materialien gilt die Einführung der Verpackungsverordnung vor 26 Jahren.

Hersteller und Handel standen nun erstmals in der Pflicht, ihre Verpackungen nach dem Konsumenten-Gebrauch zurückzunehmen und sich bei der Entsorgung zu beteiligen - der Grundstein für das Einweg-Pfand war gelegt.

Das Einweg-Pfand sorgt für eine nachhaltige Ressourcen-Nutzung

Der Wandel bei Einweg mit Pfand
Der Wandel bei Einweg mit Pfand

Seit 2003 besteht in Deutschland die Pfandpflicht für Einweg-Getränkeverpackungen. Ein intelligenter Wertstoffkreislauf hat sich seitdem entwickelt, der kontinuierlich optimiert wurde und mittlerweile einen großen Beitrag zur Abfallvermeidung, zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung auf diesem Gebiet darstellt.

Die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen zur Prozess-Verbesserung haben sich bezahlt gemacht. Rund 98,5 Prozent der Getränkeverpackungen mit Einweg-Pfand gelangen zurück in den Wertstoffkreislauf - was früher Müll war, wird erfolgreich wiederverwendet, die Ressourcen werden effizient genutzt.

Außerdem können die Materialien wirksamer eingesetzt werden. Durch Fortschritte konnten deutliche Einsparungen erreicht werden: Bei PET-Einweg-Flaschen werden um die 16 Prozent und bei Aluminiumdosen knapp 10 Prozent weniger Material benötigt. Diese Materialeffizienz wurde zusätzlich durch Verbesserungen der Produktqualität und durch die Entwicklung eines besonders effektiven Recyclings erreicht.

Folglich sind die hohen Recyclingquoten Ausdruck für einen gelungenen, nahezu geschlossenen Wertstoffkreislauf, eine effektive Abfallvermeidung und eine sinnvolle Ressourcenschonung. Dies hat auch die Politik erkannt und das Verpackungsgesetz auf den Weg gebracht, welches zum 1. Januar 2019 in Kraft tritt.

Der Bund Getränkeverpackungen für die Zukunft (BGVZ) setzt sich mit der Initiative "EinWeg in die Zukunft" dafür ein, gemeinschaftlich die Entwicklung von Einweg-PET-Flaschen und Dosen mit Pfand voranzutreiben. Ziel der beteiligten Getränkehersteller, Handels-, Verpackungs- und Recyclingunternehmen ist es, eine optimierte verbraucher- und umweltfreundliche sowie diskriminierungsfreie Verwendung von Getränkeverpackungen zu erreichen.