Finanzen

"Alles Rendite, oder was?" - Warum Rendite-Fonds so unterschiedliche Facetten haben

Finanzintermediäre waren schon immer kreativ. Und der Steuerdruck auf den Bürger schon immer groß. Was also sprach dagegen, Steuersparmöglichkeiten - meist in Form der Nutzung von anfänglichen Werbungskosten - in Kapitalanlagen einzubauen? Der Steuerspar-Fonds war geboren. Da es aber auch Anlagegesellschaften gab und heute nahezu nur noch gibt, die nicht auf Steuervorteile setzen, sondern auf Rendite, entstand sein Pendant: der Rendite-Fonds. "Heute sieht man, dass ein Teil der steuerorientierten Fonds in der Vergangenheit Probleme bekommen hat, wenn die Steuerorientierung den wirtschaftlichen Zweck in den Hintergrund drängte", erklärt Wolfgang Dippold, Vorstand bei der PROJECT Investment Gruppe aus Bamberg. Schon früh hatte sein Haus das Thema Steuersparen bei Kapitalanlagen als "Risiko" erkannt und gemieden. Nicht immer zum Wohlgefallen der Investoren. Diese müssten es dem PROJECT-Chef Wolfgang Dippold heute eigentlich danken. Aber wer tut das schon? Tatkräftige Unterstützung erhielt Dippold bereits 2005 vom renommierten Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Karl Georg Loritz. Er beschrieb die Auswirkungen auf die Kapitalanlagebranche durch die geplanten Steueränderungsgesetze und meinte, dass es Anbieter künftig mit steuerlichen Konzepten schwer haben dürften. Wörtlich sprach er von Anlagen, "die wohl nur noch bei besonderen Liebhabern ankommen dürften". Eine weise Voraussicht, wie die Platzierungsergebnisse der darauffolgenden Jahre zeigten. Im gleichen Jahr widmete übrigens Immobilienbrief-Herausgeber Werner Rohmert einem ähnlichen Thema einen ganzen Beitrag, mit dem er einmal mehr seine gute Einschätzungsgabe unter Beweis stellte: "Absturz des Wohnungsneubaus führt zu guten Investitionschancen". Es drehte sich seinerzeit das Bild weg von Steuerspar-Fonds hin zu Rendite-Fonds. Die Assets und deren Chancen rückten in den Mittelpunkt.

Sollten nicht alle Fonds Rendite erwirtschaften?

Der Gründer der PROJECT Investment Gruppe
Wolfgang Dippold ist Gründer der PROJECT Investment Gruppe

Viele werden sich an dieser Stelle fragen: Sollten nicht alle Fonds und Beteiligungen Renditen erwirtschaften und somit Rendite-Fonds sein? Das ist generell richtig, aber da es für das Wort "Rendite" in der Finanzwirtschaft keine einheitliche Definition im Hinblick auf deren Anwendung gibt, ist ein Rentabilitätsvergleich für den Investor oft schwer.

"Neben der Rendite einer Anlage gibt es das Risiko, mit dem diese Rendite erwirtschaftet werden soll, und es gibt leider keinen Bemessungswert, der sich aus beiden Bestandteilen zusammensetzt", sagt der Vorstand der PROJECT Investment Gruppe. Grundsätzlich ist Rendite gemäß Wikipedia "der in Prozent eines Bezugswertes ausgedrückte Effektivzins", den ein Investor innerhalb eines Jahres erhält.

Auch Wikipedia hebt hervor, dass die Rendite keinen Rückschluss auf die Rentabilität zulässt. Dennoch kann die angegebene Rendite eine Hilfe sein, Kapitalanlagen im Hinblick auf deren Chancen abzugrenzen. "Dem Anleger obliegt allerdings die Pflicht", um noch einmal Prof. Loritz zu zitieren, "den Weg des Geldes nachzuvollziehen". Und da lässt er bei seinen Vorträgen eine große Grundskepsis erkennen, wenn er sich beispielsweise mit dem aus seiner Sicht völlig intransparenten Aktienmarkt beschäftigt. Nach seiner Einschätzung ist heute kaum mehr jemand in der Lage, die tatsächlichen Werte in einem Aktientitel zu erkennen - außerdem seien diese massiv von äußeren Einwirkungen abhängig, wie das Beispiel der Bankenkrise in Deutschland zeigte.

Worauf Anleger achten sollten

Finanzmarktexperte
Finanzmarktexperte Prof. Karl-Georg Loritz: Dem Anleger obliegt die Pflicht, den Weg des Geldes nachzuvollziehen

Renditeerwartung und Risikoaffinität sollten zur eigenen Investitionsbereitschaft passen. Viele Deutsche sind seit Jahren verunsichert und lassen ihr Geld lieber auf dem "Sparbuch". Das Wort steht bewusst in Anführungsstrichen, denn rechnet man die Inflationsrate dagegen, sollte es eher Entsparbuch heißen. Auch wenn es weitgehend sicher ist.

Nachdem der Rentenmarkt zum Teil eingefallen ist und zahlreiche Investoren Angst vor Kursschwankungen haben, setzen viele auf Dividendenfonds als Rendite-Fonds. "In Zeiten niedriger Zinsen ist ein Fonds mit regelmäßigen Ausschüttungen von drei bis vier Prozent äußerst attraktiv", so die Zeilen eines Anbieters. Er wirbt mit einer "Dividendenrendite" von mindestens drei Prozent.

Einen ganz anderen Weg geht seit vielen Jahren die PROJECT Investment Gruppe aus Bamberg. PROJECT investiert überwiegend in den Neubau von Wohnimmobilien an gefragten Standorten, verzichtet dabei auf jegliche Form von Bankkrediten und setzt dies mit einem in dieser Form einzigartigen Sicherheitskonzept um.

Belegbare Zahlen

Immobilienexperte
Immobilienexperte Werner Rohmert wies frühzeitig auf den Wandel von Steuerspar- zu Rendite-Fonds hin

Der fränkische Kapitalanlage- und Immobilienspezialist kann auch für das vergangene Jahr auf ein durchweg stabiles Wachstum verweisen. Getragen wird das Unternehmen von einer hohen Nachfrage nach stabilen Immobilieninvestitionen in einem Niedrigzinsumfeld. Das Eigenkapitalvolumen erreichte im Jahr 2015 insgesamt 497,9 Millionen Euro (Ende 2014: 409,2 Millionen Euro). Heute liegt es bei über 660 Millionen Euro.

Die Investorenzahl stieg im Jahr 2015 von 11.832 auf 13.904 und liegt inzwischen bei über 16.500. Die Investoren sind über die PROJECT Rendite Fonds erstrangig besicherte Eigentümer der aktuell über
70 Wohnbauprojekte, die von der PROJECT Immobilien Gruppe in den deutschen Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Nürnberg, München, Düsseldorf sowie in der österreichischen Hauptstadt Wien errichtet werden.

Bislang wurden zwei Fonds aufgelöst: Dabei erzielten die Anleger je nach Beitrittszeitpunkt beim PROJECT Fonds 5 eine Rendite von bis zu 5,2 Prozent pro Jahr und beim Fonds 6 von bis zu 6,7 Prozent pro Jahr.

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