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Transzendentale Meditation: Die Erfahrungen vieler Menschen werden von der Wissenschaft bestätigt

Weltabgewandte Asketen, die im Lotossitz verharrend versuchen, die ewige Erleuchtung zu erlangen - dieses Klischee gilt bei Meditation schon lange nicht mehr. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Meditation viele Vorteile hat, und zwar nicht nur als Entspannungstechnik, sondern auch als etwas, das sowohl die körperliche als auch die geistige Gesundheit verbessern kann. Das gilt für den fernöstlichen Guru genauso wie für den stressgeplagten, sinnsuchenden Westler. Viel diskutiert wird aktuell die Transzendentale Meditation. Welche Erfahrungen haben Anwender gemacht?

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Welche Meditationstechniken gibt es und wie funktionieren sie?

Nicht jede Art der Meditation ist gleich. Unterschiedliche Praktiken zielen auf unterschiedliche Ergebnisse ab und basieren dabei auf Techniken, die sich sehr stark voneinander unterscheiden können. Vereinfacht gesagt lassen sich Meditationstechniken in drei Gruppen einteilen: die konzentrative, die kontemplative und die Transzendentale Meditation.

Zu den konzentrativen Techniken gehört etwa die Zen-Meditation. Dabei wird die Aufmerksamkeit auf den Körper oder das Gehirn gelenkt. Dies sorgt nicht unbedingt für Entspannung, schließlich ist man dabei hoch konzentriert. Das Gleiche gilt für Meditationsübungen, bei denen man sich auf die eigene Atmung konzentriert. Zu den kontemplativen Methoden gehört etwa das, was seit geraumer Zeit als Mindfulness bekannt ist. Bei dieser, an die buddhistische Lehre anknüpfende Technik "beobachtet" man seine Gedanken, ohne über sie zu urteilen. Auch wenn der Meditierende hier die Gedanken frei fließen lässt, bleibt der Geist auf der Ebene der Inhalte der Gedanken gefangen, das heißt, er erfährt nicht den Zustand vollkommener Stille.

Wachsam und entspannt zugleich

Katy Perry meditiert
Katy Perry meditiert

All diese Techniken haben ihre Berechtigung, doch für Entspannung sorgen sie in der Regel nicht. Starke Aufmerksamkeit erfordert nun mal Anstrengung. Ganz anders macht es die Transzendentale Meditation. Statt Konzentration oder Kontemplation gilt es hier, dem Geist zu erlauben, zu immer feineren und ruhigeren Ebenen seiner Gedankenaktivität vorzudringen und schließlich auch die feinste Ebene der Gedanken zu überschreiten (zu transzendieren) und einen Bereich frei von Gedanken, aber vollkommener Wachheit zu erfahren. Der Meditierende bleibt hellwach, ohne dabei erregt zu sein. Diesen Zustand erreicht er ganz natürlich, ohne seinen Geist dabei zu "verbiegen".

Doch was genau passiert im Gehirn, wenn die Transzendentale Meditation ausgeübt wird? Bei Messungen der Gehirnwellen während unterschiedlicher Meditationsübungen fanden Forscher einige interessante Dinge heraus. So wurden bei der Transzendentalen Meditation Alpha-Wellen gemessen - ein Zeichen dafür, dass das Gehirn entspannt ist. Das Besondere: Anders als bei normaler Entspannung treten die Alpha-Wellen bei der Transzendentalen Meditation nicht nur im Frontalhirn, sondern in der ganzen Hirnrinde auf. Auch sind die Wellen in diesem Zustand kohärent - ein Zeichen für Ordnung im Hirn. Gleichzeitig wird das Ruhezustandswerk aktiviert und das Blut fließt aus dem Hirnstamm in die vordere Hirnregion, was von einer erhöhten Wachsamkeit zeugt.

Transzendentale Meditation: Erfahrungen, die jedem helfen können

Transzendentale Meditation strukturiert das Gehirn
Transzendentale Meditation strukturiert das Gehirn

Bei der Transzendentalen Meditation ist man also gleichermaßen wachsam und entspannt - ein Zustand, der bei anderen Meditationsübungen nicht auftritt. Entspannung ist allerdings nicht der einzige Effekt, den die Transzendentale Meditation auf den Menschen haben kann. Tatsächlich lassen sich Verbesserungen in fast allen Lebenslagen feststellen. So hilft Transzendentale Meditation etwa heimgekehrten Soldaten dabei, Posttraumatische Belastungsstörungen zu lindern. Bei Studien mit Gefängnisinsassen zeigte sich, dass Transzendentale Meditation sogar dabei helfen kann, die Rückfälligkeitsrate zu senken. Großes Aufsehen erregte zudem die Empfehlung der American Heart Association, Bluthochdruckpatienten nicht nur medikamentös zu behandeln, sondern ihnen auch die Transzendentale Meditation ans Herz zu legen. Diese sei als einzige Meditationstechnik in der Lage, den Bluthochdruck nachweislich zu senken und somit bei der Vermeidung von Schlaganfällen und Herzinfarkten zu helfen.

Wer die positive Wirkung der Transzendentalen Meditation auch an sich selbst erleben möchte, sollte sich an einen zertifizierten Lehrer wenden. Dies ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil diese Meditationstechnik einen individuellen Ansatz mit einer persönlichen Einweisung erfordert.

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