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BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE ARBEITGEBER Betriebliche Altersvorsorge − ein Gewinn für Arbeitgeber

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Steigende Lohnnebenkosten und ein immer größer werdender Fachkräftemangel bewirken, dass die Mitarbeitergewinnung besonders für kleine und mittelständische Unternehmen immer schwieriger wird. Wie man dieser Entwicklung besonders gut begegnen kann, zeigt sich am Beispiel von Industrieunternehmen, die ihren Mitarbeitern immer mehr sogenannte Benefit-Leistungen anbieten. Dazu gehören unter anderem die arbeitgebergeförderte betriebliche Altersvorsorge und die betriebliche Krankenvorsorge. Solche Gehaltsmodelle sind allerdings im Klein- und Mittelstand bisher wenig verbreitet. Am Beispiel der betrieblichen Altersvorsorge zeigt sich, wie einfach diese Modelle funktionieren können − und das sogar ohne Mehrbelastung für den Arbeitgeber.

Betriebliche Altersvorsorge − ein echter Mehrwert für Arbeitgeber

Den meisten Arbeitnehmern ist inzwischen bewusst, dass die gesetzliche Rente nicht ausreichen wird und dass sie selbst eine ergänzende Vorsorge betreiben müssen. Neben privater Vorsorge wird die betriebliche Altersvorsorge immer beliebter, da Einzahlungen zur Betriebsrente innerhalb der gesetzlichen Fördergrenzen steuer- und sozialversicherungsfrei bleiben. Wenn Arbeitnehmer beispielsweise aus ihrem Bruttolohn in die Betriebsrente einzahlen, dann spart auch der Arbeitgeber den Anteil der Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von circa 20 Prozent auf diesen Beitrag ein. Dieser Vorgang wird auch als Entgeltumwandlung bezeichnet. Seit dem 1. 1. 2019 müssen Arbeitgeber sogar den Großteil dieser Ersparnis als Pflichtzuschuss an ihre Mitarbeiter weitergeben. Gibt der Arbeitgeber nun aber mehr Zuschuss, als der Gesetzgeber fordert, an seine Mitarbeiter weiter − nämlich anstatt der 15 Prozent die gesamte Ersparnis von 20 Prozent −, bietet er gegenüber vielen seiner Mitbewerber einen Mehrwert − und das ohne Mehraufwand für ihn selbst.

Weitere Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge für Arbeitgeber

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Ein weiterer Benefit ergibt sich, wenn regelmäßig stattfindende Gehaltserhöhungen nicht mehr nur als reine Gehaltserhöhungen zum Brutto gezahlt werden, sondern ein Teil davon als zusätzliche Zuschüsse vom Arbeitgeber in eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge eingezahlt wird. Auch hier spart der Arbeitgeber auf den Teil, der in die betriebliche Altersvorsorge fließt, die anteiligen Sozialversicherungsbeiträge. Aus Sicht der Arbeitgeber werden so gegenüber einer reinen Gehaltserhöhung die anfallenden Lohnnebenkosten spürbar reduziert. Auf Leistungen aus dieser arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge hat der Mitarbeiter allerdings erst nach einer Frist von drei Jahren einen Anspruch. Verlässt er das Unternehmen vor Ablauf der drei Jahre, der sogenannten gesetzlichen Unverfallbarkeitsfrist, entfällt auch der Anspruch auf die aus diesem Zuschuss finanzierte Betriebsrente. Damit lässt sich der Mitarbeiter stärker an das Unternehmen binden, was die unerwünschte Fluktuation automatisch ein Stück weit verringert. Dieser Bindungseffekt kann sogar noch weiter verstärkt werden. Dazu eignen sich besonders Benefit-Modelle, die den vom Arbeitgeber finanzierten Betriebsrentenzuschuss im Verhältnis zur Dauer der Arbeitnehmer-Betriebszugehörigkeit ansteigen lassen.

Auf diese Weise können auch kleine und mittelständische Unternehmen aus der betrieblichen Altersvorsorge einen echten Mehrwert schöpfen, um sich bei der Mitarbeiterbindung und -neugewinnung im Wettbewerb besser aufzustellen.
Um ein Benefit-Modell im Unternehmen einzurichten, muss zwingend eine Versorgungsordnung zur betrieblichen Altersvorsorge erstellt werden und es muss eine umfassende Mitarbeiterinformation stattfinden. Die Kokot Finanzplanung, ein Beratungsunternehmen aus NRW, verfügt in diesem Bereich über langjährige Erfahrung. Bei der Umsetzung wird auf ein umfangreiches Expertennetzwerk aus bAV-Fachberatern, Steuerberatern und Fachanwälten zurückgegriffen, um ein auf die Erfordernisse des Unternehmens zugeschnittenes Modell zu entwickeln und es rechtssicher umzusetzen. Interessenten können dazu ein kostenfreies Erstgespräch vereinbaren.