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CAT BONDS Trotz Corona-Krise: CAT-Bonds überzeugen mit attraktiven Rückversicherungsprämien

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Signifikanter Prämienanstieg durch die schadensreichen Versicherungsjahre 2017 und 2018

Schäden durch Naturkatastrophen
Die Stürme Harvey, Maria und Irma haben 2017 Rekordschäden verursacht. Seitdem haben die Risikoprämien am CAT-Bonds-Markt eine deutliche Zunahme verzeichnen können. Mit den im Jahr 2018 folgenden Naturkatastrophenschäden durch Waldbrände in Kalifornien und Taifune in Japan sind die Prämien weiter gestiegen. Dazu beigetragen haben außerdem Faktoren wie die generelle Kapazitätsverknappung am Retrozessions- und Rückversicherungsmarkt und die laufende Erhöhung der Schadenszahlungen aus den Ereignissen der Vorjahre. 2019, genauer gesagt in der zweiten Jahreshälfte, stabilisierte sich die Situation am CAT-Bonds-Markt vorübergehend. Die recht kurze Phase der Beruhigung wurde durch die Corona-Krise wieder ins Wanken gebracht. Denn in den globalen Finanzmärkten kam es im Zuge dessen zu einer Verschärfung der Volatilität.

Obwohl Katastrophenanleihen von Pandemierisiken marginal betroffen waren, gerieten die Preise von CAT-Bonds leicht unter Druck. Allerdings nicht aufgrund von Schäden, sondern vielmehr wegen der Überallokation in den Portfolios von Investoren, die aufgrund der massiven Kursverluste anderer Anlageklassen zustande kamen. Die liquiden ILS Investments wurden dann als Geldquelle herangezogen, um Liquiditätsbedürfnisse zu bedienen oder kurzfristige Anlage-Opportunitäten zu nutzen. Mit dem daraus resultierenden Verkaufsdruck schossen auch die Risikoprämien weiter in die Höhe.

Ist ein Ende des Prämienanstiegs abzusehen?

Es gibt verschiedene Anzeichen dafür, dass die Prämienentwicklung ihren Höhepunkt erreicht hat. So ist ein weiterer Anstieg laut Experten kaum mehr zu erwarten. In den letzten Wochen häuften sich die Fälle, in denen namhafte und langjährige Sponsoren von CAT-Bonds nicht gewillt waren, ihre Deckung weiterhin am CAT-Bonds-Markt einzukaufen. So wurden nur teilweise Transaktionen platziert, einzelne Tranchen, aber auch gesamte CAT-Bonds in der Vermarktungsphase zurückgezogen und als traditionelle Rückversicherungsdeckung platziert.

"Schon in der Vergangenheit markierten solche Phasen, in denen Versicherer die Deckung ihrer CAT-Bonds nicht erfolgreich am Markt platzieren konnten oder wollten, meist den Wendepunkt der Prämienentwicklung", so Dirk Schmelzer, Head-Portfoliomanager ILS / CAT-Bonds der Plenum Investments AG. Auch jetzt könnte es wieder dazu kommen, da das Angebot an CAT-Bonds aufgrund der verkleinerten Primärmarkttransaktionen geringer ausfällt. Gleichzeitig kommen in den nächsten Wochen CAT-Bonds mit einem Nominalwert von rund 2,7 Milliarden US-Dollar und bis zum Jahresende von fünf Milliarden US-Dollar zur Maturität; dieses Geld sucht eine Wiederanlagemöglichkeit und könnte zu einer deutlichen Verschiebung von Angebot und Nachfrage führen. Dirk Schmelzer ergänzt: "All dies deutet darauf hin, dass wir den Gipfel der Risikoprämienentwicklung erreicht oder zumindest in greifbarer Nähe haben".

Der richtige Zeitpunkt für eine Investition in CAT-Bonds ist gekommen

Die aktuelle Situation am Primär- und Sekundärmarkt ermöglicht einen optimalen Einstieg in CAT-Bonds. Zudem besteht nur noch ein verhältnismäßig geringes Risiko von Kursrückschlägen bei sich ausweitenden Risikoprämien. Falls eine Gegenbewegung zu den über fast drei Jahre gestiegenen Versicherungsprämien einsetzen sollte, profitieren die Anleger nicht nur vom hohen Prämienniveau, sondern auch von steigenden CAT-Bonds-Preisen wie in den Jahren 2012 bis 2014. Zudem nutzen Investoren die stabil tiefe Korrelationseigenschaft dieser Anlageklasse, die ihre Eignung vor allem in Krisenzeiten an den globalen Finanzmärkten wieder einmal eindrücklich unter Beweis gestellt hat.
Laut Plenum Investor Services ist aktuell ein sehr guter Zeitpunkt, um in CAT-Bonds zu investieren.