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Fluggastrechte: So bekommen Geschädigte bis zu
600 Euro Schadenersatz

Eine verspätete oder gar annullierte Flugverbindung ist für Reisende nicht nur ärgerlich, sondern verursacht mitunter auch Kosten. Aber Fluggäste haben Anspruch auf eine entsprechende Entschädigung. Fluggesellschaften übernehmen allerdings häufig nicht die Verantwortung und verweisen darauf, dass außergewöhnliche Umstände für Verspätung, Annullierung oder Nichtbeförderung verantwortlich waren.

Die Fluggastrechte gemäß EU-Verordnung

Im Februar 2004 trat die EU-Verordnung 261/2004 in Kraft. Seither stehen Flugpassagieren Ausgleichsleistungen zu, wenn ihr Flug verspätet gelandet ist, umgebucht oder annulliert werden musste. Dies betrifft neben den innereuropäischen Flügen auch alle Flüge in und aus EU-Ländern, sofern die Fluggesellschaft der EU angehört.

Wichtig ist, dass diese Ansprüche auch rückwirkend geltend gemacht werden können. Sie verjähren erst drei Jahre nach dem Ende des Jahres, in dem sie entstanden sind. Wurde der Flug beispielweise am 3. März 2015 annulliert, so beginnt die Verjährungsfrist erst am 31. Dezember 2015. In diesem Fall könnten die Fluggastrechte also bis Ende Dezember 2018 eingefordert werden.

Fluggastrechte: So bekommen Geschädigte bis zu 600 Euro Schadenersatz
Leidtragende von Flugverspätungen oder
-annullierungen sind Passagiere, die wichtige Termine verpassen oder ihren gebuchten Urlaub nicht rechtzeitig antreten können ©anyaberkut // iStock
Pflichten für Fluggesellschaften
Oft berufen sich Fluggesellschaften bei Flugverspätung, Flugannullierung und Nichtbeförderung auf "außergewöhnliche Umstände", obwohl klar geregelt ist, welchen Pflichten Fluggesellschaften in diesen Fällen nachkommen müssen
Hendrik Noorderhaven setzt sich mit EUclaim für Fluggastrechte ein
Hendrik Noorderhaven setzt sich mit EUclaim für Fluggastrechte ein ©Hendrik Noorderhaven

Außergewöhnliche Umstände: Wann die Fluggesellschaften nicht entschädigen müssen

Die Fluggastrechte sind dann eingeschränkt, wenn die Airline die Verspätung oder Annullierung nicht zu verantworten hat, sondern außergewöhnliche Umstände dazu geführt haben: beispielsweise ein Generalstreik, eine verzögerte Landeerlaubnis oder ein durch einen Vogelschlag verursachter Turbinenschaden. Kam eine Verspätung allerdings durch Umstände wie einen technischen Defekt, eine Ankunftsverspätung bei Anschlussflügen, extremen Gegenwind oder die Erkrankung eines Piloten zustande, kann die Fluggesellschaft zur Verantwortung gezogen werden.

Durchsetzung der Fluggastrechte: Entschädigung durch EUclaim

Grundsätzlich hat jeder betroffene Fluggast die Möglichkeit, anhand eines EU-Beschwerdeformulars seine Ansprüche selbst geltend zu machen. Allerdings sind hierfür sehr differenzierte Angaben notwendig und der Ablauf ist relativ kompliziert. Es kann sich deshalb lohnen, die Angelegenheit in erfahrene Hände zu legen.

Die Rechtsspezialisten von EUclaim, die seit 2010 auch in Deutschland tätig sind, unterstützen ihre Mandanten dabei, ihre Fluggastrechte geltend zu machen. In mehr als 100.000 Fällen konnten sie etwa 51,9 Millionen Euro an Entschädigungsleistungen erzielen. Die Erfolgsquote liegt bei 97 Prozent. Verantwortlich hierfür ist die einzigartige, umfangreiche Datenbank über Flüge der vergangenen Jahre, durch die sich die Argumentation von Fluggesellschaften jederzeit nachprüfen lässt. Bei Reklamationen trägt EUclaim das Kosten- und Prozessrisiko. Im Erfolgsfall erhalten Fluggäste dann bis zu 600 Euro Entschädigung, EUclaim erhält lediglich 22,5 Prozent (zuzüglich Mehrwertsteuer) der Entschädigung als Prämie.

Die EU spricht jedem Fluggast, der von einer Verspätung oder Annullierung eines Flugs oder von einer Nichtbeförderung betroffen ist, umfangreiche Fluggastrechte zu. Das Unternehmen EUclaim kümmert sich darum, dass betroffene Fluggäste eine angemessene Entschädigung bekommen.

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