Diverses

MIKROWOHNEN Mikrowohnen: Ein Zuhause mit Rundum-sorglos-Paket bieten

Fotolia

Fotolia

Mikrowohnen ist und bleibt eine starke gesellschaftliche Triebfeder. Spannend dabei ist, dass sich die Hintergründe für diesen Trend verändert haben. Komfortables Wohnen ist heute nicht zwangsläufig mit großer Wohnfläche verbunden, sondern mit Komfort, der genau zum jeweiligen Lebensabschnitt passt.

In Zeiten der Sharing- und On-Demand-Gesellschaft zeigt sich dies für viele in Form von Rundum-sorglos-Paketen, die den hohen Mobilitätsanforderungen der heutigen Generation Rechnung tragen. Mit kleinen, durchdachten und ansprechenden Apartment-Lösungen in urbanen Lagen ist Mikrowohnen für viele Nutzergruppen, die heute noch nicht wissen, wo sie morgen leben und arbeiten werden, die richtige Antwort. Und in Zeiten knapper werdender Renditen wird diese Wohnform auch für Investoren immer attraktiver.

Mikrowohnen | Zukunftsfähiges Konzept

BelForm | Schrankbett in ausgeklapptem Zustand

Warum Mikrowohnen zukunftsfähig ist und bleibt

Berufliche Gründe sind es meist, die Frauen und Männer als Young oder Urban Professionals, Fachkräfte oder internationale Mitarbeiter temporär in Großstädte treiben. Durch den Zuzug dieser kaufkräftigen Mieter nimmt die Wohnraumknappheit vor Ort trotz steigender Immobilien- und Mietpreise weiter zu. Hier setzt das Prinzip des Mikrowohnens an, denn es hilft dabei, diese Gruppen aus dem "regulären Wohnungsmarkt" raus und in ein eigenes Segment zu fassen. Gleichzeitig wird den neuen Anforderungen an Wohnen auf kleinerem Raum ein adäquates Zuhause geboten.

Wer eine Immobilie in Form von Mikrowohnen mit vielen kleinen Wohneinheiten entwickelt oder bewirtschaftet, erhält im Vergleich zum klassischen Wohnungsbau eine höhere Rendite. Dies liegt unter anderem an der absoluten Miethöhe, die im Regelfall unter 1.000 Euro pro Monat bleibt und im Verhältnis zur Wohnfläche deutlich höher liegt als eine klassische Mietwohnung. Die Zahlungsbereitschaft der Mieter ist zudem höher, wenn diese Mini-Wohnungen dazu ein Rundum-sorglos-Paket bieten: vollausgestattet, in einem durchdachten, platzeffizienten und ansprechenden Design, mit zusätzlichen Services, die auf Abruf zur Verfügung stehen.

Ohne die höhere Rendite würden sich viele Entwickler wahrscheinlich nicht für Mikrowohnen entscheiden, da der Aufwand für die Vermieter überproportional ansteigt: Viele kleine Wohnungen bedeuten mehr Mieterwechsel, es gibt zudem mehr Mieter, um die man sich kümmern muss. Zusätzlich muss die Vollausstattung der Möblierung mit Kleinstmobiliar bei Auszug geprüft und ggf. ausgetauscht werden.

Bei der Planung neuer Projekte in geeigneten urbanen Lagen mit guter Verkehrsanbindung kann sich ein Umdenken von großen Wohnflächen hin zu kleinen Apartments trotzdem lohnen. Allerdings nur dann, wenn diese mit einer durchdachten Planung und der passenden Einrichtung ausgestattet sind, die abseits von Funktion und Design auch Aspekte von Langlebigkeit und Abnutzung miteinbeziehen.

Entscheidende Aspekte bei der Projektplanung von Mikrowohnen

Egal, ob es sich um ein wohnwirtschaftliches Gebäude oder ein gewerbliches Projekt, beispielsweise in Form eines Services Apartments oder Boardinghauses handelt, die Planung rund um die Bedürfnisse der gewünschten Zielgruppen sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren, wie Benjamin Oeckl in einem Vortrag "Erfolgsfaktoren im Mikrowohnen" auf dem Jahreskongress zum Thema Mikrowohnen von Heuer Dialog in München erläuterte. Denn um Mieter nicht nur für kleine Wohnungen im Allgemeinen zu begeistern, sondern sein Apartment-Haus gegenüber dem immer größer werdenden Wettbewerb auch für die Zukunft fit zu machen, benötigt es laut Oeckl eine bedürfnisorientierte Planung mit innovativen und sorgfältig durchdachten Grundrissen sowie der dazu passenden Raumgestaltung.

Nutzergruppen wie Young Professionals, urbane oder digitale Nomaden, internationale Fachkräfte oder Projektmitarbeiter sind eine starke Mieterklientel mit ebenso starken Ansprüchen. Sie sind nicht nur auf der Suche nach einem funktionalen Wohnraum auf Zeit, sondern wünschen sich ein echtes "Zuhause", das warm und behaglich ist, stilvoll und komfortabel mit einer ansprechenden Einrichtung, die jeden wertvollen Quadratmeter maximal ausschöpft. Wer sich für die Bedürfnisse der digitalen Nomaden, einer dieser Zielgruppen, näher interessiert, findet in einer kürzlich erschienenen Studie im Cube Magazin weiteren Lesestoff.

Laut Oeckl sind weitere wichtige Faktoren für erfolgreiches Mikrowohnen jedoch nicht nur der allgemeine Komfort der Mieter, der durch Services wie Wäsche- oder Wohnungsreinigung oder sogenannte Hosts abgedeckt wird (je nach Baugenehmigung variiert das genehmigungsfähige Service-Angebot). Auch die Möglichkeit, weitere Mehrwerte auf zusätzlichen Ausgleichsflächen in Form von Community-Bereichen zu schaffen, erhöht die Erfolgschancen. Dieses Gemeinschaftsgefühl unter Gleichgesinnten ist bei diesen Zielgruppen gerne gesehen und hilft, die Aufenthaltsdauer und -qualität nachhaltig positiv zu beeinflussen.

Allerdings generieren solche Gemeinschaftsflächen erst dann einen Mehrwert, wenn sie von Vermietern aktiv bewirtschaftet werden. Nur so bedienen sie tatsächlich die gewünschte soziale Komponente des Alltagslebens. Diese Bereiche können neben einem gemeinsamen Wohnzimmer auch Arbeitsbereiche in Form von Co-Working, Community-Küchen, Bibliotheken, Waschsalons oder Gaming-Rooms sein. Für Betreiber oder Entwickler geht es aber nicht darum, möglichst all diese Bereiche in einem Gebäude zu realisieren. Sowohl die Entstehungs- als auch die Bewirtschaftungskosten würden sonst durch die Decke gehen, ohne dass es einen spürbaren Effekt auf die Bewohner hätte, gibt Oeckl am Ende seines Vortrags den Zuhörern mit auf den Weg. Es gilt, genau zu prüfen, wie man die gewünschten Zielgruppen mit einem tatsächlichen Mehrwert bedient, der zu ihnen passt. Wem diese Schere gelingt und die kleinen Apartments mit Komfort und den dazu passenden Gemeinschaftsflächen kombiniert, der kann sich über eine höhere Wohnzufriedenheit und Treue seiner Mieter freuen.

Mikrowohnen

BelForm | Schrankbett in zugeklapptem Zustand

Experten für Mikrowohnen: Kleine Räume und Gemeinschaftsflächen müssen Behaglichkeit mit vielen Funktionen bieten

Wer sich mit Mikrowohnen beschäftigt, sollte auf eine kompetente Beratung und Planung nicht verzichten. Nur so lassen sich die unterschiedlichen Anforderungen an intelligente Grundrisse und Raumgestaltung mit der passenden Möblierung versehen, das richtige Maß an Gemeinschaftsflächen identifizieren sowie der rechtliche Rahmen der unterschiedlichen Services abschätzen und sinnvoll zusammenführen. Mit der Beratung sowie der löffelfertigen Umsetzung von Design- und Einrichtungslösungen rund um Mikrowohnen hat sich Oeckl mit seiner Firma BelForm schon vor Jahren spezialisiert. Seit 2013 verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die rechtliche und wirtschaftliche Beratung umfasst als auch Services für Innenarchitektur und Planung sowie den Innenausbau von Gemeinschaftsflächen und Mikro-Apartments abdeckt. Laut eigener Aussage ist BelForm derzeit an der Entwicklung von ca. 3.500 Apartments in ganz Deutschland für Entwickler und Investoren beteiligt und setzt hier auf intelligente Raumlösungen, die ein hohes Maß an Komfort, Wohnlichkeit und Flexibilität für unterschiedliche Zielgruppen bieten.

Weitere Informationen zu BelForm gibt es auf der firmeneigenen Homepage www.belform.de.