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openHPI: Digitale Weiterbildung - jetzt überall und jederzeit

Lange Anfahrtswege zu Weiterbildungszentren, stickige Besprechungsräume: Solche Probleme hat nicht, wer im Internet lernt. Orts- und zeitunabhängiges E-Learning wird immer populärer, bestätigt das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI). Dessen Internet-Plattform openHPI macht kostenlose digitale Allgemeinbildung für alle möglich. Dank neuer App für Android und iOS kann jeder Onlinekurs in Informatik und Programmieren nun wirklich überall und jederzeit genutzt werden - unterwegs in Bus, Bahn und Flugzeug oder zu Hause beziehungsweise im Büro.

Digitales Lernen mit offenen Onlinekursen boomt

Digitales Lernen mit offenen Onlinekursen wird immer mehr zum Trend
Digitales Lernen mit offenen Onlinekursen wird immer mehr zum Trend

"Seit 2012 helfen wir mit unser Bildungsplattform openHPI, digitales Grundwissen in die Breite der Bevölkerung zu tragen", sagt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Damit wolle sein Universitätsinstitut dazu beitragen, dass immer mehr Menschen ihre Kompetenzen auf den Feldern Informationstechnologie und Innovation erweitern. Knapp 500.000 Einschreibungen aus 180 Ländern zeigen das große Interesse an dem kostenfreien Angebot sogenannter "Massive Open Online Courses" (MOOC) und den hohen Bedarf durch die rasante Digitalisierung.

Genau diese bringt auch immer mehr Unternehmen dazu, den steigenden Weiterbildungsbedarf ihrer Mitarbeiter mit schnell realisierbaren Onlinekursen zu decken. "Digitales Lernen für jedermann hat vom universitären Bereich aus auch eine erfolgreiche Karriere in der Wirtschaft angetreten", betont Meinel. Hier sei der Wissenstransfer eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die digitale Transformation von Entwicklungs- und Herstellungsprozessen einerseits und der Unternehmenskulturen andererseits gelingt. Die MOOC-Pioniere aus Potsdam beraten Unternehmen wie SAP und Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation oder die Nationale Akademie der Technikwissenschaften (acatech) bei der Erstellung eigener MOOC-Angebote und hosten neben den eigenen auch externe Onlinekurse auf HPI-Servern.

In der Wirtschaft wird digitales Lernen mit offenen Onlinekursen immer mehr zum Trend. "Unternehmen verknüpfen mittlerweile das Erreichen bestimmter Personalentwicklungs- und Karriereziele damit, dass Mitarbeiter hauseigene Onlinekurse absolvieren. Firmenleitungen fördern solches Engagement, indem sie Teilnehmer von Teilen der Arbeitszeit freistellen", so Meinel. In Unternehmen komme als Pluspunkt hinzu, dass Kunden und externen Experten exklusives Produktwissen vermittelt werden könne, welches sonst entweder nirgendwo verfügbar sei oder teuer bezahlt werden müsse.

Onlinekurse zu IT-Themen für Einsteiger und Experten

openHPI: Digitale Weiterbildung - jetzt überall und jederzeit
Aufnahmesituation vor dem Green Screen

Eine MOOC-Plattform vereint größtmögliche Flexibilität beim Lernen auf der einen Seite mit einer vorgegebenen Kursstruktur sowie einer sozialen Lern-Community auf der anderen Seite. Learning Analytics helfen, die Inhalte immer besser auf die Teilnehmer zuzuschneiden. Auch Offline-Verfügbarkeit der Angebote und Möglichkeiten des Austauschs mit anderen Nutzern werden beim Online-Lernen mit openHPI geschätzt.

Die MOOC-Palette des Hasso-Plattner-Instituts umfasst Angebote für IT-Experten in Unternehmen, aber auch für Einsteiger in die Informatik. Die Einsteiger-Kurse führen in Grundlagen ein und beschäftigen sich zum Beispiel mit der Funktionsweise von Internet und World Wide Web, dem Aufbau von Datenbanken, der Funktionsweise von Suchmaschinen, mit Computer-Betriebssystemen, Programmiersprachen, Sicherheitsfragen und Technologien fürs vernetzte Haus. Experten-Angebote machen Fachpublikum mit Innovationen der Informatikforschung und neusten Entwicklungen der IT-Wirtschaft vertraut. "Dazu gehören etwa auch Themen wie Industrie 4.0, neustes IT-Recht für Software-Entwickler oder die Gründung eines IT-Start-ups", sagt Meinel.

Im Fokus haben Meinel und seine Wissenschaftlerkollegen drei Zielgruppen. Angesprochen werden zunächst einmal Schüler, Studenten und Bildungshungrige aller Altersstufen, welche die digitale Welt besser verstehen und sie mitgestalten wollen. "Einen sehr großen Teil unserer Nutzer machen aber auch Berufstätige aus", betont Meinel. Diese benötigten vertiefte und neueste IT-Kenntnisse, um für ihren Job qualifiziert zu bleiben oder den nächsten Karriereschritt zu tun. Schließlich hilft openHPI auch Jobsuchenden, sich für den Wiedereinstieg in die digitalisierte Arbeitswelt zu qualifizieren.

Jederzeit und überall lernen

Angebote für IT-Experten in Unternehmen, aber auch für Einsteiger in die Informatik
Angebote für IT-Experten in Unternehmen, aber auch für Einsteiger in die Informatik

Alle Nutzer von Onlinekursen genießen es ganz offensichtlich, von der Fixierung auf definierte Zeiten und der Anwesenheit an festgelegten Orten befreit zu sein. Bei einem Fotowettbewerb zur Frage, was die weltweit bevorzugtesten Orte für das mobile Aufnehmen von Lernstoff sind, demonstrierten die Teilnehmer im Herbst 2017, wie flexibel und individuell sie sich ihre optimale Lernumgebung einrichten. "Viele Bilder zeigten selbstbestimmte und sehr behagliche Lernorte wie Luftmatratze, Gartenstuhl oder Hängematte", berichtet Meinel.

Bilder von Küchentischen oder aus Straßencafés bewiesen dem openHPI-Team, dass die komfortable Möglichkeit zum flexiblen, genussvollen Unterbrechen des E-Learnings als wichtiger Pluspunkt geschätzt wird. "Ebenso geht es vielen Interessierten um effiziente Nutzung der Zeit, wie Bilder vom Lernen im Zug oder in der Kantine demonstrieren", so Meinel. Bildung wird also immer häufiger häppchenweise in Alltagspausen aufgenommen - genau dann, wenn es einem individuell in den Tagesablauf passt.

Auf dieses wachsende Bedürfnis haben die E-Learning-Experten des Hasso-Plattner-Instituts reagiert. Mobiles Online-Lernen machen sie per openHPI-App für iOS- und Android-Geräte jetzt auch "offline" zugänglich - nützlich etwa, wenn ein Funkloch oder gleich mehrere die Nutzung des Smartphones oder Tablets in der Bahn zum Missvergnügen machen würde. "Auch lange Flüge können so sehr gut dafür verwendet werden, sich geistig fit und in Sachen Digitalisierung und Innovation auf dem Laufenden zu halten", ergänzt Meinel. Entsprechendes gilt selbstverständlich auch für den, der in dem ruhigen und idyllischen Eckchen seines Gartens feststellt, dass seine Hängematte in einer WiFi-freien Zone baumelt ...