Computer & Technik

"Mach es echt!" Realistisches Training mit dem Patientensimulator

Zwölf Millionen Einsätze müssen Rettungskräfte in Deutschland pro Jahr bewältigen. Das berichtet die Bundesanstalt für Straßenwesen und macht damit auf die Notwendigkeit eines soliden Rettungswesens aufmerksam. Hängt das Leben eines Patienten am seidenen Faden, können Sekunden über Wohl und Wehe entscheiden. Mit einem Patientensimulator ermöglicht ein Unternehmen nun ein realitätsgetreues Training für solche Situationen.

Was sich hinter dem neuen Konzept verbirgt

Die Anforderungen an Notfallmediziner und Rettungskräfte sind hoch. Oftmals müssen sie unter großem Zeitdruck lebensrettende Maßnahmen durchführen und dabei so sicher wie nur möglich agieren. Und während Piloten Hochleistungssimulatoren nutzen, um ihre Fähigkeiten in realistischen Umfeldern zu optimieren, standen Notfallmedizinern solche Möglichkeiten bisher nicht zur Verfügung. Eingesetzte Simulatoren weisen deutliche Unterschiede zu echten Menschen auf, was den Effekt des Trainings beeinträchtigt.

Genau hier setzen moderne Patientensimulatoren an. Sie sind so aufgebaut und konzipiert, dass sie in anatomischer, optischer und sogar biologischer Hinsicht sehr dicht an der Realität liegen. Trainieren Notfallmediziner den Ernstfall an solchen Simulatoren, können sie sich besser auf die Situation einlassen und die Diskrepanz zwischen Realität und Übungssituation fällt gering aus. Das fördert den Lerneffekt, denn insbesondere realistische Settings lassen Teilnehmer wichtiges Wissen deutlich effektiver aufnehmen.

Was moderne Patientensimulatoren so besonders macht

Patientensimulator SIMBODIES, weiblich
Patientensimulator SIMBODIES, weiblich

Dass bisherige Patientensimulatoren den Anforderungen des Notfallmedizin-Trainings nicht gerecht wurden, liegt auf der Hand. Neuartige Simulatoren aber können das, denn ihre Ausgestaltung ist überraschend detailliert. So entstehen beispielsweise Atemwegssysteme per 3D-Druck-Verfahren, was das Erlernen von Intubationstechniken und anderen Handgriffen ermöglicht. Auch zwischen den Rippen können Nadeldekompressionen erfolgen und es ist möglich, Zugänge an Beinen oder den Schultern zu legen. Dass die modernen Simulatoren außerdem geschminkt und optisch aufbereitet werden können, gewährleistet ein Moulage-Kit. Mithilfe dieses Kits lassen sich Verletzungen unterschiedlichster Art realitätsgetreu abbilden.

Skillqube produziert den Patientensimulator SIMBODIE

Patientensimulator | Kind mit Verbrennungsverletzung
Patientensimulator | Kind mit Verbrennungsverletzung

Das realistische Aussehen moderner Patientensimulatoren ermöglicht die Skillqube GmbH in Wiesloch. SIIMBODIES nennen sich die in Handarbeit gefertigten Patientensimulatoren, bei deren Produktion auch individuelle Kundenwünsche berücksichtigt werden. Die Möglichkeiten, einen SIMBODIE so flexibel wie möglich zu gestalten, sind von Blutungszuleitungen bis hin zu Amputationsverletzungen groß. Auch SIMBODIES als Kind oder Säugling gehören zum Portfolio der Skillqube GmbH. Mit Zubehör und Erweiterungen wie SIMSLEEVES macht das Unternehmen die Simulation von Wunden realitätsgetreu möglich.

Vorgestellt wurden SIMBODIES zum 2. Symposium Simulation in Heidelberg. Hier konnten sich Experten ein Bild vom neuen Patientensimulator machen und erleben, welche Unterschiede realistisches Trainingsmaterial im Vergleich zu alten Optionen bietet. Auch weiterhin wird Skillqube an seiner Technik arbeiten und der Notfallmedizin somit bessere Ausbildungsmethoden ermöglichen.

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