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PROFILER DEUTSCHLAND Profiler in Deutschland: Mark T. Hofmann auf der Suche nach dem Motiv: "Täter hinterlassen mit allem, was sie tun oder lassen, einen Abdruck ihrer Persönlichkeit"

Profiler Mark T. Hofmann, Foto: Daniel Bointner

Profiler Mark T. Hofmann, Foto: Daniel Bointner

Mark T. Hofmann ist Kriminalanalyst, ausgebildet und staatlich zertifiziert in den USA. Er ist spezialisiert auf psychologische Ansätze wie das kriminalistische Profiling und Verhörtaktiken. Bereits in jungen Jahren gilt er als einer der führenden Experten seines speziellen Metiers und berät Sicherheitskräfte, Verhandler, Kripo und Unternehmen. Profiling versteht er als einen Analyseprozess, wobei jedes Profil nur so gut ist wie die Daten, auf denen es basiert.

Profiler bei einem Vortrag

Profiler bei einem Vortrag

Profiler in Deutschland: Allwissende Genies?

Der Begriff "Profiler" hat durch zahlreiche TV-Crime-Sendungen an Popularität gewonnen. So wie im TV dargestellt, gibt es das Profiling nicht. Die Profiler Deutschlands sind eigentlich operative Fallanalytiker. Zu einer umfassenden Fallanalyse gehört mehr als "nur" Profilerstellung. Profiling ist nicht der Joker oder die Wunderwaffe, um Fälle schnell und einfach zu lösen. Im Gegenteil: Wenn kein offensichtliches Motiv erkennbar ist, es keine Verbindung zwischen Täter und Opfer gibt und auch die Kriminaltechnik den Fall nicht löst, dann ist Profiling manchmal der letzte Ausweg, um zumindest ein grobes Profil zu erstellen und den Kreis möglicher Täter einzuschränken. Es ist eines von vielen kriminalistischen Werkzeugen und weder die Profiler in Deutschland noch in den USA sind allwissende Genies.

Profiler in Deutschland: Mark T. Hofmann

Profiler in Deutschland: Mark T. Hofmann

Die Suche nach dem Warum

Die Grundlage des Profilings sind Informationen zur Tat. Auf Basis von bestimmten Details und Beobachtungen werden Wahrscheinlichkeitsaussagen abgeleitet. Der erste Schritt besteht also immer darin, zu rekonstruieren, was passiert ist und in welcher Reihenfolge. Ist die Tat morgens oder abends passiert? Geplant oder spontan? Drinnen oder draußen? Wurde die Tatwaffe mitgebracht oder vor Ort entnommen? Diese Informationen sind essenziell, um an das "Warum", also das Motiv zu kommen. Je weniger Verhaltensweisen erkennbar sind oder je länger ein Verbrechen zurückliegt, desto schwieriger gestaltet sich auch die Profilerstellung.

TV-Interview mit Profiler Mark T. Hofmann

TV-Interview mit Profiler Mark T. Hofmann

Seminare und Beratungsdienste für Polizei, Staatsanwaltschaft und Sicherheitskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Psychologische Ansätze der US-Ermittler wurden in Deutschland lange kritisch gesehen. FBI und CIA verwenden zum Beispiel bis heute eine Variante des Polygraphen ("Lügendetektor"), obwohl das Gerät wissenschaftlich als nicht valide gilt. Dennoch gibt es eine Reihe von Ansätzen und Techniken, die wissenschaftlich fundiert sind und in festgefahrenen Ermittlungen auch in Deutschland helfen könnten. Mark T. Hofmann unterstützt Sicherheitskräfte und Polizisten, wenn diese (US-)Profiling-Ansätze in die Ermittlungen integrieren wollen.

Hinweis: Profiling-Ansätze eignen sich vor allem bei Serientaten, insbesondere Tötungsdelikten und Sexualverbrechen (z.B. Serienmord, Serienvergewaltigung), können aber auch bei Raub, Brandstiftung und Einbruch von Nutzen sein. Außerdem wurden bereits erfolgreich Profiling-Ansätze in der Terrorismusabwehr (Früherkennung & Red Flags) eingesetzt. Schwieriger (aber nicht vollkommen ausgeschlossen) ist der Einsatz bei organisierter Kriminalität. Ermittlungsunterstützung und Seminare sind nicht für Einzelpersonen möglich, sondern ausschließlich für Behörden, Nachrichtendienste und Polizeieinheiten demokratischer Länder.