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VERERBEN AN GEMEINNüTZIGE VEREINE Vererben an gemeinnützige Stiftungen und Vereine – worauf ist zu achten?

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Vererben an gemeinnützige Stiftungen und Vereine über ein Testament oder einen Erbvertrag

Wer die eigenen Werte weitergeben und dauerhaft helfen möchte, kann dies mit einer eigenen Stiftung tun

© Katharina Eckhard
Persönliche Erfahrungen, Schicksalsschläge Überzeugungen, die mit tiefergehenden Fragen des Lebens einhergehen, führen oftmals dazu, dass sich Menschen mit der Gestaltung des eigenen Nachlasses auseinandersetzen. Wer seine eigenen Angehörigen gut versorgt weiß, sucht dann gern nach Alternativen. Andere Erblasser haben keine Verwandten und möchten schlichtweg verhindern, dass das Geld im Erbfall dem Staat zugesprochen wird.

Das Vererben an gemeinnützige Vereine und Stiftungen rückt dann in den Fokus. Viele Menschen eint dabei das Bedürfnis, etwas Gutes zu tun und der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Sie möchten Organisationen unterstützen, die sich für benachteiligte Kinder, einsame alte Menschen und andere gute Zwecke einsetzen.

Nachhaltig vererben über Stiftungen

Die Stiftung per Testament ist eine Chance, ein positives Vermächtnis zu hinterlassen und gleichzeitig die humanitäre Hilfe in Deutschland oder weltweit zu unterstützen

© Malteser International
Damit der Letzte Wille respektiert und umgesetzt wird, muss dieser im Testament oder Erbvertrag festgehalten werden. Vererben lässt sich das Vermögen beispielsweise über ein so genanntes Vermächtnis im Testament. Die Stiftung wird in diesem Fall namentlich benannt und bekommt je nach Vorgabe den vorab festgelegten Geldbetrag, eine Immobilie oder einen anderen Vermögensgegenstand aus dem Nachlass. Als Alternative dazu bietet sich die Erbeinsetzung an, wodurch die vertrauenswürdige Stiftung oder Hilfsorganisation als Alleinerbe alle Rechte und Pflichten übernimmt und damit vollumfänglich erbt.

Die Erstellung des Testaments kann ebenso dazu genutzt werden, eine Stiftung zu gründen oder diese zu beerben. Bei dieser Art der Nachlassgestaltung steht der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund. Denn mittels Stiftungen lassen sich langfristige Ziele verfolgen und eigene Werte weitergeben. Das ist mit einer Stiftung auch im eigenen Namen möglich. Viele Stiftungen verfolgen das Ziel, das Leid der Menschen zu lindern und die Gesellschaft zu unterstützen, sie sind vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Verfolgt die Stiftung gemeinnützige Zwecke, lassen sich mit diesem Modell zugleich Steuern einsparen, wodurch wiederum mehr vom Kapital dem gewünschten Zweck zur Verfügung steht.

Rechtliche Beratung

Wer eine Geldsumme, eine Immobilie oder einen Wertgegenstand einer gemeinnützigen Stiftung oder Organisation zugutekommen lassen möchte, regelt dies mit einem Vermächtnis in seinem Testament

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Unabhängig davon, ob das Vermögen per Testament vererbt oder eine Stiftung gegründet wird, kommt es stets auf eine rechtssichere Ausgestaltung an. Nur wenn der Letzte Wille klar aus dem Schriftstück hervorgeht, lässt sich das Vermögen den Vorgaben entsprechend verteilen. Eine rechtliche Beratung ist dementsprechend wichtig.

Unterstützung bieten in dieser Situation beispielsweise Notare und Rechtsanwälte an. Als erfahrener Stiftungstreuhänder vermittelt die Malteser Stiftung Kontakte zu Juristen und stellt selbst Informationsmaterial zur Verfügung. Sofern aus den Stiftungsmitteln auch Hilfsprojekte der Malteser im In- und Ausland unterstützt werden, berät die Malteser Stiftung darüber hinaus bei der Errichtung von Stiftungen und hilft bei der Ausgestaltung von Rahmenbedingungen.
Informationsmaterialien sowie eine fundierte Beratung zum Thema Vererben an gemeinnützige Stiftungen erhalten Interessenten auf Anfrage bei der Malteser Stiftung. Diese unterstützt auch bei der Stiftungsgründung und anderen Möglichkeiten, Stifter zu werden.